Waldschutzlehrgang: Schneebruchschäden und Wiederaufforstungsstrategien

Fachexkursion in von Schneebruch betroffene Waldflächen in der Westlichen Altmark.

Das Landeszentrum Wald lud am 22. April 2015 gemeinsam mit der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt und dem Waldbesitzerverband Sachsen-Anhalt zum Waldschutzlehrgang mit dem Thema „Schneebruchschäden und Wiederaufforstungsstrategien“.

In Quarnebeck referierte Forstdirektor Helmut Jachalke als Forstamtsleiter des Betreuungsforstamtes Westliche Altmark über das Schadereignis Schneebruch im Jahr 2010 und die sich daran anschließende Beräumung und Aufforstung. Prof. Dr. Hermann Spellmann, der Leiter der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt, erläuterte Aufforstungsstrategien zum Thema „Kiefernwirtschaft in der Altmark – Konsequenzen aus dem Schneeschaden 2010“. Im Anschluss erfolgte eine Fachexkursion in von Schneebruch betroffene Waldbestände der Reviere Kunrau und Beetzendorf.

Der Lehrgang richtete sich sowohl an Waldbesitzer als auch an Mitarbeiter der Forstbehörden im Land. So sollen neue Impulse gegeben und ein fachlicher Austausch ermöglicht werden.

Die Vorträge der Schulungsveranstaltung können Sie hier herunterladen:

FD Helmut Jachalke: „Nachlese Schneebruchereignis vom 23.12.2010“.

Prof. Dr. Hermann Spellmann: „Kiefernwirtschaft in der Altmark – Konsequenzen aus den Schneeschäden 2010“.

Fortbildung: Hochwasserförderung

Eine vom Hochwasser 2013 betroffenene Waldfläche bei Fischbeck.

Das „Jahrhunderthochwasser“ der Elbe erreichte im Juni 2013 Rekordwerte. Der Deichbruch bei Fischbeck hatte verheerende Folgen.          

Die Überflutungsfläche betrug rund 24.000 ha mit einem Schwerpunkt von 11.000 ha im Betreuungsforstamt Elb-Havel-Winkel. In den betroffenen Waldbeständen traten 2013 und 2014 Absterbeerscheinungen auf, die sich nach Einschätzung der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt (NW-FVA) in den nächsten Jahren fortsetzen werden.

Die Erfassung der Schäden erfolgte 2013 durch das Landeszentrum Wald (LZW) einheitlich über alle Eigentumsarten. Der erste Schritt zur Dokumentation war damit erfüllt. Zur genaueren Bewertung des Gesamtschadens wurde eine Erfassung über Luftbilder für das Jahr 2014 geplant.           

In den Monaten August und September 2014 erfolgte der Bildflug auf rund 18.000 ha Waldflächen von LZW und Landesforstbetrieb (LFB). Ebenso wurden die Flächen der Kulturstiftung Dessau Wörlitz (KSDW) einbezogen.

Die NW-FVA wertete die Luftbilder aus. Dabei wurden die  sichtbaren Absterbeerscheinungen in mehreren Kategorien erfasst und kartographisch dargestellt. Diese Angaben ergänzen die terrestrische Schadaufnahme der Revierförster. Die Bestätigung des Schadens durch das Betreuungsforstamt bildet eine wesentliche Voraussetzung für die Beantragung der Fördermittel aus der „Aufbauhilfe Hochwasser 2013“.

Am 30.09.2014 fand eine Fachtagung für die Waldbesitzer im Betreuungsforstamt Elb-Havel-Winkel statt. Hier wurden die Ergebnisse der Befliegung und der Verfahrensweg zur Beantragung der Flutfördermittel vorgestellt. Vertreter des Waldbesitzerverbandes, der Betriebsleitung des LZW, der NW-FVA, der Ämter für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten sowie der Unteren Forstbehörden der Landkreise nahmen teil.

Die Vorträge der Veranstaltung  können Sie hier herunterladen:

Jörg Ackermann: „Waldschäden durch das Sommerhochwasser 2013 in Sachsen-Anhalt“. 

Mario Trapp: „Hochwasser 2013 - Beseitigung von Schäden in der Forstwirtschaft: Schwerpunkte und Stand der Beantragung im ALFF Altmark“.

 

Wichtig: Anträge für Forstmaßnahmen können noch bis zum 30. Juni 2015 eingereicht werden. 

Alle Informationen finden Sie hier: www.hochwasser.sachsen-anhalt.de .

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