Menu
menu

Aktuelle Informationen

Abschlussprüfungen 2020: Glückwünsche für neue Forstwirtinnen und Forstwirte

Vom 21. bis 31. Juli fanden in Sachsen-Anhalt im Ausbildungsberuf „Forstwirt/in“ die Abschlussprüfungen statt. 19 junge Menschen aus öffentlichen Forstbetrieben und pri­vaten forstlichen Dienstleistungsunternehmen stellten sich nach zwei- bzw. dreijähri­ger Lehre den Aufgaben, um anschließend als Facharbeiter/in in das Berufsleben ein­zutreten oder um sich weiter zu qualifizieren. Erstmalig nahm in diesem Jahr an den Prüfungen auch ein Mitarbeiter eines Privatbetriebes teil, der keine Lehre durchlaufen hatte. Das Berufsbildungsgesetz erlaubt dieses unter bestimmten Voraussetzungen.

Das Forstliche Bildungszentrum in Magdeburgerforth hatte wieder die Prüfungen vor­bereitet. Die Abnahme und Bewertung der Leistungen erfolgte im Auftrag der zustän­digen Stelle für die Berufsbildung in den Berufen der Land- und Hauswirtschaft (Ref. 409 LVwA) durch den Prüfungsausschuss „Forstwirt/in“ des Landes Sachsen-Anhalt.

 Drei praktische und drei schriftliche Prüfungen waren zu absolvieren. In den schriftli­chen Prüfungen mit einem Zeitumfang von fünf Stunden war Fachwissen ebenso ge­fragt wie Kenntnisse aus dem Bereich „Wirtschafts- und Sozialkunde“. In den prakti­schen Prüfungen (Gesamtdauer: 6 Stunden) standen in diesem Jahr eine Jungwuchs­pflege, die Läuterung eines Laubholzbestands und eine Pflegemaßnahme in einem Kiefern-Starkholzbestand an.

Die Zeugnisse wurden am letzten Prüfungstag durch den Staatssekretär im Ministe­rium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt, Herrn Dr. Weber, übergeben. Weitere Grußworte entrichteten die Waldkönigin von Sachsen-An­halt Christiane (Heinrichs-Vogel) I., der Landrat des Landkreises Jerichower Land Dr. Steffen Burchhardt, der Direktor des Landeszentrum Wald (LZW) Dietmar Specht, der Vorsitzende des Gesamtpersonalrats des LZW Michèl Eggert und der Außenstellen­leiter der Berufsbildenden Schulen „Conrad Tack“ Uwe Pannecke. 

Als Jahrgangsbeste konnte sich Alina Maria Pischel (Ausbildungsbetrieb: Forst- und Umweltdienst Burkhard Schröter) vor Hauke Martens (Betreuungsforstamt Westliche Altmark) und Dennis Jung (Betreuungsforstamt Harz, Ausbildungsstätte Obersdorf) behaupten. Diese drei erhielten, außer ihrem Zeugnis, als Anerkennung für ihre Leistungen, ein Präsent von Roland Schuppe, Vorsitzender des „Vereins zur Förderung der Aus- und Weiterbildung von Forstwirten und Forstwirtschaftsmeistern e.V.“.

Als bester Berufsschulabsolvent wurde Stefan Kalinna (Betreuungsforstamt Westliche Altmark) ausgezeichnet. Auch er erhielt ein Präsent des Fördervereins.

Leider konnten nicht alle Teilnehmenden ein Zeugnis entgegen nehmen. Diejenigen, die die Prüfungen nicht schafften, haben im Herbst 2020 die Möglichkeit, sie zu wie­derholen.

Wieder sehr erfreulich: Alle Absolventen hatten zum Tag der Zeugnisübergabe eine Beschäfti­gungsstelle sicher oder die Möglichkeit, sich weiter zu qualifizieren.

 

 

Umstellung der Privat- und Körperschaftswaldbetreuung auf Vollkosten

Bedingt durch Vorgaben aus dem geänderten Bundeswaldgesetz sowie aus dem EU-Beihilferecht kommt es zu Änderungen im Bereich Privat-und Körperschaftswaldbetreuung. 

Die Umsetzung der rechtlich erforderlichen Änderungen erfolgt zum 1. Januar 2021. 

Im Zuge dieser Änderungen wird 2021 eine neue Verordnung des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft und Energie (MULE) des Landes Sachsen-Anhalt über die Betreuung für den Privat-und Körperschaftswald (PKWaldVO) in Kraft treten. Die Betreuungsleistungen werden zukünftig auf Grundlage der Vollkosten abgerechnet. Bei diesen handelt es sich um Kosten je Betreuungsstunde, d. h. es wird auf die tatsächlich bewirtschaftete Waldfläche abgerechnet.

Das Landeszentrum Wald wurde ermächtigt, die Betreuung des Privat-und Körperschaftswaldes nach Vollkosten ab dem 1. Januar 2021 diskriminierungsfrei anzubieten.

Rechtsgrundlagen

 
  • Kabinettsbeschluss der Landesregierung von Sachsen-Anhalt vom 13. Mai 2020
  • Erlass des MULE zur Umsetzung des Kabinettsbeschlusses der Landesregierung vom 05.05.2020
  • Verordnung über Betreuung für den Privat- und Körperschaftswald (PKWaldVO) vom 01.06.2020

Eine individuelle Beratung und weiterführende Informationen erhalten Sie auf Wunsch bei Ihrem zuständigen Betreuungsforstamt/Betreuungsrevier und vom Waldbesitzerverband Sachsen-Anhalt.

Fördermöglichkeiten (jeweils in der aktuell gültigen Fassung)

 
  • Richtlinie Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse - FP 7501
    Waldpflegeverträge 
    Mitgliederinformation und -aktivierung
    eigenständige, überbetriebliche Zusammenfassung und Koordinierung des Holzangebots  (Holzmobilisierungsprämie)
    Professionalisierung von Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen Förderung von Gutachten
  • Richtlinie Forst 
    Maßnahmen der naturnahen Waldbewirtschaftung - FP 6402
    Waldbewirtschaftungspläne - FP 7004
    forstwirtschaftlicher Wegebau - FP 6105
  • Richtlinie Waldumwelt- und -klimadienstleistungen und Erhaltung der Wälder FP 6901
  • Richtlinie Waldschutz - FP 7507

Die Ausstellung im Haus des Waldes ist wieder geöffnet!

Kurz nach der Eröffnung der neuen Dauerausstellung "Streitfall Wald?" musste das Haus des Waldes auf Grund der Coronakrise seine Pforten schließen.

Seit Montag, den 11. Mai 2020 ist die Ausstellung wieder geöffnet! 

Für den Besuch der Ausstellung gelten besondere Hygieneregeln. So ist die Besucherzahl begrenzt, Besucher ab 6 Jahren müssen einen Nasen-Mundschutz tragen und alle Besucher müssen ihre Kontaktdaten hinterlassen. Die nach der 5. SARS-CoV-2 Eindämmungsverordnung erforderliche Datenerfassung wird nach vier Wochen vernichtet.

Über 100 rote Eichhörnchen weisen auf Waldbrandgefahr hin

Viele Waldinteressierte kennen die Schilder mit dem roten Eichhörnchen als Hinweis auf die Waldbrandgefahr. Mit gleichem Motiv und der Notrufnummer 112 versehen, werden zukünftig 108 weitere Schilder an Straßen, Park- und Grillplätzen in Wald nähe in Sachsen-Anhalt auf die Waldbrandgefahr hinweisen.
„Bereits jetzt sind die Waldbrandgefahrenstufen vielerorts erhöht. Die neuen Schilder ergänzen die in den vergangenen Jahren aufgestellten und sollen Waldbesucher noch einmal auf die Gefahr aufmerksam machen.“ so Jörg Borchardt vom Landeszentrum Wald.

Das Landeszentrum Wald Sachsen-Anhalt (LZW) mit seinen Betreuungsforstämtern ist für den vorbeugenden Waldbrandschutz in Sachsen-Anhalt zuständig.
Der Waldbrandschutz umfasst alle vorbeugenden Maßnahmen, die die Entstehung und Ausbreitung von Waldbränden verhindern sollen. Dazu zählen insbesondere die Festlegung von Waldbrandgefahrenstufen, das Anlegen von Wundstreifen sowie die Überwachung der Wälder bei Brandgefahr.
Waldbrände können das komplizierte Ökosystem Wald für viele Jahre empfindlich stören oder ganz vernichten und damit neben ökologischen auch zu schweren wirtschaftlichen Schäden führen. Deshalb bedarf Waldbrandschutz der aktiven Mitwirkung der Waldbesitzenden, der zuständigen Behörden und aller Bürger.

Wetterprognose lässt die Sorge um Waldbrände wachsen: Erhöhte Achtung bei Waldbesuchen

Die Kreiswaldbrandschutzbeauftragten des Landes blicken mit zunehmender Sorge auf die Wetterprognosen des Deutschen Wetterdienstes. An Hand dieser Daten werden die Waldbrandgefahrenstufen festgelegt und eben diese prognostizieren aktuell anhaltende Trockenheit, weiter ansteigende Temperaturen und böiger Wind. Drei Komponenten, die die Waldbrandgefahr in Sachsen-Anhalt extrem verstärkt.
Aktuell haben fast alle Regionen die Gefahrenstufen 4 (hohe Gefahr) und 5 (sehr hohe Gefahr) ausgerufen.Menschen die in diesen Tagen den Wald besuchen, müssen sich daher an die entsprechenden Regelungen zum Schutz der Wälder halten. Bei Gefahrenstufe 5 darf der Wald abseits der Wege gemäß Landeswaldgesetz Sachsen-Anhalt (LWaldG) nicht mehr betreten werden. Ebenso sind generell offenes Feuer sowie das Befahren der Waldwege (§ 24 LWaldG) mit Kraftfahrzeugen, wie zum Beispiel Auto oder Cross-Motorrad, verboten und stellen aktuell ein erhöhtes Risiko dar. 

„Die Wälder sind zunehmend ausgetrocknet und die vergangenen zwei Jahre mit besonders geringen Niederschlägen, haben der Vegetation viel Schaden zugeführt. Frische Gräser und Moose konnten bisher noch nicht flächendeckend nachwachsen und die abgestorbene, vorjährige Vegetation, wie Gräser, Nadeln und Reißig am Boden, fängt sehr schnell Feuer. Da reicht schon ein Funke, um einen Brand auszulösen.“ erklärt Direktor Dietmar Specht vom Landeszentrum Wald. „Bei der aktuellen Waldbrandgefahrenlage könnten unter Umständen ganze Waldgebiete im Land zu ihrem Schutz für Bürgerinnen und Bürger gesperrt werden. Besonders in der aktuellen Situation mit den sozialen Beschränkungen auf Grund der Corona-Krise, wollen wir dies aber nach Möglichkeit vermeiden. Der Wald ist für Menschen ein Ort der Erholung und Abwechslung vom eingeschränkten Alltag. Darum mahnen wir zur Achtsamkeit.“ so Specht.

Bürgerinnen und Bürger, die den Wald nutzen, müssen somit besonders umsichtig sein und dürfen weder im Wald rauchen noch in einer Entfernung von 30 Metern zum Wald offenes Feuer entzünden. Generell dürfen keine Zigaretten oder brennenden Gegenstände in der freien Landschaft weggeworfen werden. Im Brandfall oder bei einem Verdacht ist unverzüglich die Feuerwehr unter der 112 zu verständigen.

“Ein weiterer Schutz, der derzeit in den Wäldern zu beachten ist, gilt der Brut- und Setzzeit. Daher sind Hunde noch bis zum 15. Juli an der Leine zu führen (§ 28 Abs. 2 LWaldG). 

Verhaltensregeln - Was kann ich als Waldbesucher tun?

Waldbesucher sind aufgefordert, durch ein umsichtiges und rücksichtsvolles Verhalten das Waldbrandrisiko zu minimieren. Folgende rechtlich verbindliche Regeln sind bei einem Besuch im Wald zu berücksichtigen:

Gemäß § 29 Nr. 1 bis 5 LWaldG ist es verboten:

  • in der freien Landschaft einschließlich angrenzender Straßen brennende oder glimmende Gegenstände wegzuwerfen,

  • durch Rauchen leicht entzündbare Bestände und Einrichtungen der Land- und Forstwirtschaft wie Strohdiemen, reife Erntebestände oder trockene Hecken zu gefährden,

  • bei Waldbrandgefahrenstufen 2 bis 5 außerhalb von geschlossenen Räumen im Wald oder in einem Abstand von weniger als 15 Metern zum Wald zu rauchen,

  • im Wald oder bei Waldbrandgefahrenstufen 2 bis 5 in einem Abstand von weniger als 30 Metern zum Wald ein offenes Feuer außerhalb von öffentlichen Grillplätzen anzuzünden oder

  • bei Waldbrandgefahrenstufe 5 den Wald außerhalb von Wegen zu betreten.

Soforthilfe-Programm „Sachsen-Anhalt ZUKUNFT“ – Aktuelle Information für Unternehmer in der Forst- und Holzwirtschaft

Auch in der Forst- und Holzwirtschaft sind zahlreiche Lohnunternehmen von den Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie den erforderlichen Schutzmaßnahmen betroffen. Das Soforthilfe-Programm „Sachsen-Anhalt ZUKUNFT“ startete am 30. März 2020.
Nun wurden die Zuschüsse für Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmer um besonders günstige Kredite für Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten erweitert worden. „Wir zünden jetzt die zweite Stufe unserer Soforthilfe für die sachsen-anhaltische Wirtschaft“, teilte Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann mit. 

„Sachsen-Anhalt ZUKUNFT“ – Zuschüsse

Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten können bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt Zuschüsse beantragen, um ihre Liquidität zu sichern.Aus der Soforthilfe können laufende betriebliche Kosten wie Mieten (für Produktionsstätten, Büros usw.), Pachten, Leasingraten (für Maschinen, Autos und ähnliches), Versicherungen, Energie- und Instandhaltungskosten, Beiträge zu Berufsorganisationen bestritten werden. Umsatzausfälle und Lohnkosten sind hingegen nicht förderfähig. Neben Solo-Selbstständigen und Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten können auch Künstler, Kulturschaffende sowie landwirtschaftliche Unternehmen einen Zuschuss beantragen.Nach Angaben der Investitionsbank sind in der Investitionsbank rund 27.000 Anträge auf Soforthilfe von Soloselbständigen und kleineren Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten eingegangen und Zuschüsse in Höhe von knapp 3,5 Millionen Euro ausgezahlt worden. Das Personal für die Bearbeitung wurde aufgestockt, so dass die Anträge zeitnah bearbeitet werden können und Kräfte gebündelt werden. „Wichtigste Voraussetzung für einen raschen Erhalt des Zuschusses ist allerdings, dass Antragssteller die Unterlagen vollständig korrekt ausfüllen und auch die Unterschrift nicht vergessen – dann kann die Bank die Anträge auch in kurzer Zeit bewilligen.“ betonte der Wirtschaftsminister. „Unternehmen können noch bis Ende Mai Anträge für die Soforthilfe bei der Investitionsbank stellen – das Land wird genügend Mittel bereitstellen, so dass kein berechtigter Antragssteller leer ausgehen wird.“

Neben Zuschüssen stehen Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten, seit dem 6. April auch besonders günstige Kredite zur Verfügung.

„Sachsen-Anhalt ZUKUNFT“ – Darlehen

Das Darlehen zwischen 10.000 und 150.000 Euro hat eine Laufzeit von bis zu zehn Jahren, davon sind zwei Jahre zins- und tilgungsfrei. „Für das Programm steht vorerst ein Gesamtvolumen von 50 Millionen Euro bereit, das bei Bedarf noch erhöht werden kann.“ so Willingmann. Damit würden im ersten Schritt – nach Kalkulation des Ministeriums – bis zu 1.000 Darlehen finanziert. „Auch bei der zweiten Stufe des Hilfsprogramms ist es uns wichtig, dass Anträge unbürokratisch gestellt werden können und Bewilligungen zeitnah erfolgen“, betonte der Minister. Diese können bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt (IB) gestellt werden. Der Antragsvordruck für das Darlehen umfasst lediglich vier Seiten und kann per E-Mail oder postalisch eingereicht werden. Unternehmen müssen für das Darlehen keine Sicherheiten stellen und es wird ohne Beteiligung der Hausbank direkt von der Investitionsbank ausgereicht. Es ist somit auch keine Stellungnahme der Hausbank notwendig. Weil an Darlehen andere Maßstäbe angelegt werden müssen als an Zuschüsse, sind der Investitionsbank allerdings Unterlagen zum wirtschaftlichen Status des Unternehmens (letzte Jahresabschlüsse) sowie eine Liquiditätsplanung vorzulegen. Im Gegensatz zu anderen Programmen verzichtet die Investitionsbank jedoch auf Vorlage von Businessplänen. Ziel der Bank ist, dass das Geld gut eine Woche nach der Antragstellung auf dem Konto ist – unter der Voraussetzung, dass die benötigten Unterlagen vollständig und korrekt eingereicht wurden. Dritte Stufe der Erweiterung des Soforthilfeprogramms „Sachsen-Anhalt ZUKUNFT“

Laut Wirtschaftsminister Willingmann ist auch die auch die dritte Stufe der Erweiterung des Sofortprogramms „Sachsen-Anhalt ZUKUNFT“ in Planung. Auch Unternehmen mit bis zu 500 Beschäftigten sollen zinsgünstige Darlehen erhalten; hierfür braucht es allerdings noch „Grünes Licht“ von der EU, das voraussichtlich Ende nächster Woche gegeben werden soll. Bereits jetzt steht größeren Unternehmen allerdings mit dem IB-Mittelstandsdarlehen ein Instrument im Land zur Verfügung, um finanzielle Engpässe mit Darlehen bis zu 1,5 Millionen Euro zu überbrücken.

Mehr Informationen zum Soforthilfe-Programm „Sachsen-Anhalt ZUKUNFT 

Investitionsbank Sachsen-Anhalt - weitere Informationen

Absage waldpädagogischer Veranstaltungen und Schließung der Umweltbildungseinrichtungen

Auf Grund der aktuellen Situation und zum Schutze unserer Gäste, schließen folgende Umweltbildungseinrichtungen des Landeszentrums Wald 

vorübergehend (den Vorgaben der Landesregierung Sachsen-Anhalt entsprechend)

  • Haus des Waldes auf Schloss Hundisburg
  • Jugendwaldheim Spitzberg
  • Jugendwaldheim Lindenberg
  • Jugendwaldheim Arendsee
  • Jugendwaldheim Drei Annen
  • Jugendwaldheim Wildenstall

Darüber hinaus sind alle waldpädagogischen Veranstaltungen, Waldjugendspiele, Pflanzaktionen o.ä. abgesagt oder werden auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Impulse für ein gemeinsames Vorgehen bei der Wiederbewaldung von Schadflächen in Sachsen-Anhalt

Fachvortrag und Exkursion im Haus des Waldes

Am 11. März kamen im Haus des Waldes fast 150 Försterinnen und Förster, Waldbesitzerinnen und -besitzer sowie Fachvertreterinnen und -vertreter zusammen. Anlass war ein Fachvortrag zum Thema „Klimaanpassung und Risikostreuung im Privatwald“, reflektiert durch Prof. Dr. Hermann Spellmann, Leiter der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt mit anschließender Exkursion.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Direktor des Landeszentrums Wald, Dietmar Specht, leitete Prof. Dr. Spellmann mit einer anschaulichen Gegenüberstellung der vier Hauptbaumarten unseres Landes, die derzeit die Wälder prägen, in das Thema ein. Er stellte dabei die Arten unter zwei wesentlichen Kriterien für die zukünftige Nutzung und Neuanpflanzung dar. Zum einen die veränderte Standortwasserbilanz durch sich verändernde Niederschläge und zunehmende Temperaturen, die zusammen das Trockenstressrisiko bedingen und zum anderen die Nährkraftstufen des Bodens. Diese beiden Prämissen, sind neben weiteren Faktoren, wie dem Risiko des Schädlingsbefalls u.a., ausschlaggebende Entscheidungshilfen für die Auswahl bei Aufforstungen. Spellmann betonte dabei, dass die Empfehlungen für zukünftige Aufforstungen sich generell auf Mischwälder beziehen, dabei aber die Auswahl und Mengenverteilung der Baumarten entscheidend zum Gelingen der Wiederbewaldung beitragen. Auch sogenannte „Fremdländer“-Baumarten müssen bei der Auswahl der zukünftigen Baumarten Berücksichtigung finden. „Es ist kein Paradigmenwechsel im Waldbau notwendig, sondern eine Anpassung des standortgemäßen Waldumbaus an die Folgen des Klimawandels.“ so Spellmann in seinem Vortrag.

Die Bewältigung der aktuellen Schadenslagen in den Wäldern und der damit verbundenen schwierigen Situation der Waldbesitzerinnen und -besitzer sowie der Försterinnen und Förster, die die Wälder bewirtschaften, sind derzeit große Herausforderungen, die nur Gemeinsam und mit Unterstützung durch Forschung und Politik bewältigt werden können. „Risikovorsorge sei daher dringend geboten und erfordere betriebliche, politische, gesellschaftliche und wissenschaftliche Aktivitäten.“ betonte Prof. Dr. Hermann Spellmann, in seinem Fazit. Ein Fazit, dass den Anwesenden bestärkend von Spellmann mit auf den Weg gegeben wurde. Spellmann, der über 20 Jahre die Versuchsanstalt im Länderverbund leitete, tritt in wenigen Monaten in den Ruhestand und bedankte sich daher zum Schluss seines Vortrages für die vielen konstruktiven Arbeitskreise und Kooperationen im Land Sachsen-Anhalt. Mit stehendem Applaus dankte ihm auch das Publikum, ebenso wie Dietmar Specht, der den Applaus in dankende Worte überführte.

Im Anschluss an diese theoretischen Impulse, luden am Nachmittag vier Exkursionsstationen zu Diskussionsgesprächen und Fragen ein. Experten der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt und des Landeszentrums Wald, hatten diese in einem Waldstück in der Nähe von Haldensleben vorbereitet und ergänzten mit anschaulichem Fachwissen zu den Themen Flächenbeschaffenheit und Auswahl passender Baumarten für Neuanpflanzungen. Hinweise zur Erkennung und Risikoreduzierung von Pilzbefall (am Beispiel des Diplodia-Triebsterbens) sowie Kriterien der Pflanzenbeschaffenheit, für ein kräftiges Wachstum, rundeten das Informationsangebot an diesem Nachmittag ab.

Den Vortrag zur Veranstaltung finden Sie hier.

Eiche erzielt Spitzenpreis – 29. Wertholzversteigerung in Sachsen-Anhalt

Teuerster Stamm war eine Eiche aus der Altmark mit einem Gesamterlös von 12.815 Euro 

Halberstadt. Am 18. und 20. Februar führte das Landeszentrum Wald seinen 29. Wertholztermin als Submission - eine Art Versteigerung - für edle Hölzer aus Sachsen-Anhalt durch. Auf zwei Lagerplätzen wurden den Kaufinteressenten 1.110 Festmeter Wertholz angeboten. Es sind die Spitzenstämme der Wintereinschlagsaison 2019/20. Mit Abstand das größte Angebot stellte dabei die Eiche mit 1.058 Festmetern, gefolgt von der Esche mit 24 Festmetern und dem Bergahorn mit 12 Festmetern. Werthölzer weiterer fünf Baumarten rundeten das Angebot ab. Insgesamt haben 20 Interessenten Gebote abgegeben. Es beteiligten sich auch Firmen aus Dänemark und den Niederlanden.

Sowohl der Landesforstbetrieb als auch die Kommunal- und Privatwaldbesitzer steuerten wertvolle Hölzer bei. Wie bereits im Vorjahr stellte der Privatwald die größte Holzmenge bereit. Umweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert erläutert das Ergebnis: „Der Gesamtumsatz der Submission 2020 lag bei 543.000 Euro, was für alle Holzarten einen durchschnittlichen Erlös von 510 Euro je Festmeter entspricht. Mit den erzielten Durchschnittspreisen sind die verantwortlichen im Landeszentrum Wald sehr zufrieden. Die Nachfrage nach wertvollen Hölzern aus Sachsen-Anhalt bleibt groß. Unser Holz, insbesondere die wertvollen Eichenstämme, kann sich sehen lassen. Der beste Eichenstamm brachte 12.815 Euro."

Die Extremwetterjahre 2018 und 2019 wirkten sich in diesem Jahr erstmals auf die Angebotsmenge aus. Diese reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um fast die Hälfte. Für die Waldbesitzenden hat die Aufarbeitung des Schadholzes Priorität. Zu den langjährigen Kunden der Wertholzsubmission in Sachsen-Anhalt zählen Holzverarbeiter wie Tischlereibetriebe, Sägewerke, Furnierhersteller. „Ich freue mich sehr, dass hochwertige Hölzer aus Sachsen-Anhalt weltweit Verwendung finden", sagte die Ministerin abschließend.

Aktuelle Hinweise zum Förderverfahren

 

Änderung zum Verfahren naturnahe Waldwirtschaft - Frühjahrsaufforstungen und Nachbesserungen

 

[15.01.2020] Um die Waldbesitzer schnellstmöglich finanzielle Unterstützung bei der Wiederbewaldung zur Verfügung zu stellen, ergeben sich nachfolgende Änderungen im Antragsverfahren der Richtlinie Forst.

 

Die Frühjahrsaufforstungen werden ausschließlich über GAK-Mittel (Bundesmittel) finanziert. Dementsprechend erfolgt kein ELER-Aufruf.

 

Die Anträge sind bis zum Stichtag 17.02.2020 bei den zuständigen Bewilligungsbehörden einzureichen. Der Stichtag gilt für Frühjahrsaufforstungen und Nachbesserungen.

 

Ein vorzeitiger Maßnahmebeginn kann im Einzelfall genehmigt werden. Dafür ist ein formloser Antrag auf Zulassung einer Ausnahme vom Verbot des vorzeitigen Maßnahmebeginns notwendig.

 

Nähere Informationen erhalten Sie von den zuständigen Betreuungsforstämtern und den Bewilligungsbehörden (Ämter für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten).

Informationen zur Fachtagung „Klimaplastische Wälder“

Am 06. November 2019 fand auf Einladung des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft und Energie (MULE) die Tagung "Klimaplastische Wälder“ im Haus des Waldes im Schloß Hundisburg, statt.

Knapp 200 Teilnehmende aus unterschiedlichen waldrelevanten Bereichen nutzten die Chance sich zu informieren und auszutauschen. Ein Großteil der Anwesenden bestand aus Vertretern des Privat- und Körperschaftswaldes, privaten Forstbewirtschaftenden sowie der Forstverwaltung. Zudem waren Vertreter und Vertreterinnen von Naturschutzverbänden, dem Nationalpark Harz, den Biosphärengebieten des Landes und von unterschiedlichen politischen Fraktionen Sachsen-Anhalt anwesend. 

Im Grußwort von Frau Ministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert stellte sie unter anderem dar, dass der Umgang mit der derzeitigen Situation in den Wäldern und die Klimawandelanpassung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. 

Es wurden in verschiedenen Fachvorträgen auf den Klimawandel und dessen Auswirkungen auf den Wald eingegangen.

Folgende Fachvorträge wurden gehalten und können nachstehend heruntergeladen werden:

(nicht barrierefrei)

 

„Klimawandel in Sachsen-Anhalt – wohin geht die Reise?“ 

Herr Karsten Schwanke (ARD-Meteorologe)

 

„Waldschutz im Klimawandel – Herausforderungen, Möglichkeiten und Grenzen“

Herr Dr. Martin Rohde (NW-FVA)

 

„Baumartenwahl im Klimawandel“

Herr Prof. Dr. Herrmann Spellmann (Leiter der NW-FVA)

 

„Waldumbau und Dauerwald in der Praxis – Einige Erfahrungen und Denkanstöße"

Herr Dietrich Mehl (Landesbetrieb Forst Brandenburg)

 

„Arbeitsverfahren und Arbeitssicherheit bei der Holzernte – was ändert sich im Klimawandel“

Frau Prof. Dr. Ute Seeling (GF des Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. - KWF)

 

Weitere Informationen  zur Tagung finden Sie auf der Seite des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft und Energie.  

Zum Seitenanfang

Empfehlungen zur Bewältigung von Sturmereignissen

Das Landeszentrum Wald bietet Forstbetriebsgemeinschaften und Waldbesitzenden mit einer Broschüre eine erste Hilfestellung sowie Hinweise auf die wichtigsten Punkte, die im Zusammenhang mit Sturmkalamitäten beachtet werden sollten. Mehr erfahren

Unser Service für Sie: Waldbauportal

Waldbesitzern, Waldbewirtschaftern und interessierten Bürger werden im Waldbauportal allgemeine Grundlagen, wissenschaftliche Erkenntnisse sowie Anleitungen für den praktischen Waldbau in Sachsen-Anhalt präsentiert und zur weiteren Nutzung zur Verfügung gestellt. Mehr erfahren

Mobile Informationsdienste:

Meine Umwelt - App

Lernen Sie Ihre Umwelt in Sachsen-Anhalt besser kennen, mit der neuen kostenlosen App „Meine Umwelt“. Mehr Informationen zur App finden Sie hier.