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Aktuelle Informationen

Fachkräfte für den Wald - Erfolgreicher Abschluss der Meisterprüfung

Nach 18 Lehrgangswochen endete am vergangenen Dienstag die Fortbildung zum Forstwirtschaftsmeister*in für Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. Eine Forstwirtin und 16 Forstwirte bestanden am 6. Dezember im Niedersächsischen Forstlichen Bildungszentrum (NFBz) in Münchehof bei Seesen den letzten Prüfungsteil zum Meister. Sie stammen je zur Hälfte aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Die Qualifizierung startet jeweils im Januar und endet Anfang Dezember. Während des 18 wöchigen Lehrgangs, der in Blöcken von zwei bis drei Wochen untergliedert ist und wechselhaft in Magdeburgerforth und Münchehof stattfindet, hatten sich die Teilnehmenden in den Bereichen „Produktion und Dienstleistungen“, „Betriebs- und Unternehmensführung“ und der „Berufsausbildung und Mitarbeiterführung“weitergebildet. „Ihre neu erworbenen Kenntnisse zu den Themen Betriebswirtschaft, Rechtswesen, Arbeitsorganisation oder Steuerwesen versetzt die neuen Forstwirtschaftsmeister in die Lage, bei Bedarf auch kleinere Reviere eigenverantwortlich zu führen“, sagte Rainhold Sabsch, Leiter des Forstlichen Bildungszentrums in Magdeburgerforth vom Landeszentrum Wald Sachsen-Anhalt. 

„Unsere Meister übernehmen häufig die betriebliche Ausbildung der angehenden Forstwirte in den Forstämter der NLF“, bescheinigte Klaus Jänich den Forstwirtschaftsmeistern einen möglichen Einsatzbereich. Der Vizepräsident der NLF sieht in der Fähigkeit zur Ausbildung eine Schlüsselkompetenz: „Besonders bei dem derzeitigen Generationswechsel und der Gewinnung von Nachwuchskräften im Wald sehe ich den Meisterbrief als wichtige Kompetenz. Weiterhin können die Meisterin und Meister mit dem erfolgreichen Abschluss Arbeitsteams koordinieren und leiten sowie Management- und Projektaufgaben im Forstbetrieb übernehmen“, ergänzte der Forstmann Klaus Jänich, der in den NLF die Waldarbeit und Forsttechnik verantwortet.

Die Prüfung befähigt zu einem breiten und verantwortungsvollen Einsatz- bzw. Arbeitsspektrum. Darüber hinaus eröffnet dieser qualifizierte Prüfungsabschluss die Möglichkeit, ein Studium an einer Fachhochschule bzw. einer Universität zu absolvieren.

Wer zur Meisterprüfung zugelassen werden will, muss einen erfolgreichen Abschluss im Ausbildungsberuf Forstwirt*in und eine mindestens zweijährige Berufspraxis vorweisen.

Große Freude über den Umweltpreis der Stadt Dessau-Roßlau

Bereits mehrere Projekte begleitete das Betreuungsforstamt Dessau bei der Kita Rasselbande aus Dessau-Roßlau. Aber das dem Kindergarten für eines dieser Projekte der Umweltpreis der Stadt Dessau-Roßlau verliehen werden würde, hatte Elke Girke vom Betreuungsforstamt sicher bei der Unterstützung nicht im Sinn.
Bei dem Projekt „Streuobstwiesen entdecken, erforschen, schützen“ hatte sie Ines Weinelt und ihre Kita-Gruppe waldpädagogisch begleitet und freute sich sehr für die Gruppe und ihre Auszeichnung.


Da ein Besuch der Streuobstwiese vor dem Forstamt am Jagdschloss Haidburg im vergangenen Jahr nicht immer möglich war, hatte sich Ines Weinelt für die Rasselbande und das Projekt überlegt: „Können wir nicht zur Streuobstwiese, legen wir uns selber eine an“. Gesagt – Getan. Und vom Apfelbäumchen, das auf der eigens angelegten Wiese wächst, konnten diesen Herbst bereits die ersten Äpfel geerntet werden.

Über die Auszeichnung und das Preisgeld freut sich Ines Weinelt mit ihrer Kita-Gruppe sehr. Sicher wird davon noch das eine oder andere Obstholz auf der Wiese gepflanzt.

750 Eichen für den Blankenburger Stadtwald bei Derenburg

Thomas Roßbach, Forstamtsleiter vom Betreuungsforstamt Flechtingen begrüßte Anfang Oktober bereits zum zweiten Mal die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Firma STB aus Bremen. Grund für ihre Reise war dieses Mal die Pflanzung der 750 Eichensetzlinge, deren Saat das Team zusammen mit dem Betreuungsforstamt und der Baumschule Schrader aus Bülstirngen bereits letztes Jahr im Blankenburger Stadtwald in der Nähe von Derenburg gesammelt hatten. Aus den 750 Eicheln wurden im Laufe des vergangenen Jahres durch die Baumschule Schrader kräftige junge Setzlinge gezogen.

"Die Fläche ist gut vorbereitet und mit etwas Geschick werden Sie die Setzlinge so in den Boden bringen, dass sie hoffentlich anwachsen." begann Thomas Roßbach die kurze Einweisung, wie die jungen Eichen gepflanzt werden müssen, damit ihre zarten Wurzeln nicht beschädigt werden oder bereits vor der Pflanzung austrocknen.
Das rund 60 köpfige Team war ebenso motiviert wie die Geschäftsführer der STB, die sich diese Pflanzaktion anlässlich ihres anstehenden 75-jährigen Jubiläums für ihr Unternehmen ausgedacht haben. "Wir dachten uns, der Zeitpunkt ist gekommen selbst etwas zu tun und möchten damit Vorbild auch für andere sein, sich aktiv für den Klimaschutz einzusetzen."

Dankende Worte fanden auch der Bürgermeister der Stadt Blankenburg Heiko Breithaupt sowie Derenburgs Ortsbürgermeister Andre Salomon. Zusammen mit Jenny Klawe, zuständiger Revierförsterin, unterstützten sie die Aktion auch mit Schaffenskraft und pflanzten selbst einige Eichen ein.

Das Landeszentrum Wald Sachsen-Anhalt beim Landeserntedankfest in Magdeburg

Rund 30.000 Besucher haben nach Angaben der Veranstalter am Wochenende das bunte Treiben auf dem 27. Landeserntedankfest in Magdeburg begleitet.
Eingeladen hatten circa 200 Aussteller, die am Samstag und Sonntag mit zahlreichen Programmpunkten  die Gäste begeisterten. Die unterschiedlichsten Darbietungen der Branche, wie Tierschauen, Landmaschinen-Ausstellungen und Präsentationen der Forstwirtschaft, zählen alljährlich zu den Besuchermagneten. Auch das Landeszentrum Wald Sachsen-Anhalt präsentierte sich im Magdeburger Elbauenpark. Mit dabei waren das Forstliche Bildungszentrum aus Magdeburgerforth und das Jugendwaldheim Spitzberg jeweils mit einem eigenen Pavillon. Am Pavillon des Jugendwaldheimes Spitzberg tummelten sich hauptsächlich Kinder, die viel Spaß mit den Wissensspielen hatten. Das Interesse am Ausbildungsberuf Forstwirt war am Stand vom FBZ sehr groß gewesen, so dass wir uns um den Nachwuchs wohl keine Sorgen machen müssen. 

Partner-Aktion des Landeszentrum Wald Sachsen-Anhalt für KiTa- & Hort-Kids

Anlässlich des Internationalen Kindertages haben die HALBERSTADTWERKE in Kooperation mit dem Landeszentrum Wald Sachsen-Anhalt im Jubiläumsjahr für alle Kinder aus den KiTas sowie der sich anschließenden Hortbetreuung im Versorgungsgebiet mit der Aktion „Den Wald erleben und beleben“ eine besondere Überraschung parat. Diesmal erwartet die Kinder aus den verschiedenen Einrichtungen jeweils ein Erlebnis-Gutschein zur Teilnahme an einem exklusiven waldpädagogischen Angebot wahlweise direkt vor Ort in ihrer eigenen KiTa oder als kleines Naturabenteuer in einem nahe gelegenen Waldgebiet. Stellvertretend für all diese Kindertageseinrichtungen wurden die insgesamt 86 Kinder der Langensteiner KiTa „Hoppelnase“, im Beisein von Halberstadts Oberbürgermeister Daniel Szarata, von Vertretern beider Institutionen auf dem Gelände des Kindergartens mit je einem Gutschein-Kuvert persönlich überrascht. Insgesamt 3650 Kinder aus 51 Einrichtungen erhalten im Rahmen der Partner-Aktion rund um den Kindertag 2022 nicht nur die Möglichkeit, mit dem abwechslungsreichen Angebot des Landeszentrums Wald in die Baum- und Tierwelt der lokalen Wälder einzutauchen und ihren ganz persönlichen Gutschein erneut gemeinsam und ganz flexibel bis 31. Mai 2023 einzulösen. Als Highlight in diesem Jahr wird im Nachgang im Forstgebiet Ostharz bedarfsorientiert sogar 1 Baum für jedes Kind gepflanzt.

Landeszentrum Wald Sachsen-Anhalt präsentiert neues Geoportal

06.05.2022

Zum Start der Waldbrandsaison präsentiert das Landeszentrum Wald Sachsen-Anhalt sein neues Geoportal im modernen Design mit neuen Funktionen. Dieses ist unter www.waldgeoportal.de zu erreichen und ermöglicht der Bevölkerung, sich über fachliche und sachliche Themen wie aktuelle Waldbrandgefahrenstufen, Rettungspunkte im Wald, als auch Entwicklungen der Vitalität unserer Wälder zu informieren. Des Weiteren können Einsatzkräfte der Feuerwehr, Polizei und Notärzte aktuelle Waldbrandeinsatzkarten online und offline beziehen, um im Brandfall zügig Löschwasserentnahmestellen und Rettungspunkte zu finden.

Wie kann jeder helfen, Waldbrände zu verhindern?

Mitführen eines Mobiltelefons, je schneller Waldbrände erkannt werden, desto eher können sie bekämpft werden (Notruf: 112).

Regeln im Wald, die immer gelten:
Rauchen ist verboten
Offene Feuer und Grillen sind natürlich auch verboten
Keine parkenden Autos auf Gras- und Waldflächen
Müll wegwerfen, ACHTUNG bei Glas
Haushaltsmüll entsorgen
Zusätzlich bei Waldbrandstufe 5:
Das Betreten des Waldes außerhalb der Waldwege ist verboten.

Forstminister Sven Schulze eröffnet Waldbrandzentrale in Annaburg

12.03.2022

Sachsen-Anhalts Forstminister Sven Schulze eröffnet am Samstag die neue Waldbrandzentrale in Annaburg (Landkreis Wittenberg). Gleichzeitig ist damit die Eröffnung der Waldbrandsaison (1.3. bis 30.9.2022) für Sachsen-Anhalt verbunden. Gemeinsam mit Staatssekretär Gert Zender wird Minister Sven Schulze Einblicke in das automatisierte Waldbrand-Früherkennungssystem „Fire Watch“ erhalten.

Zudem demonstriert das Betreuungsforstamt Annaburg unter anderem ein Fallensystem zur Reduktion von Schwarzwild.

Im Anschluss findet eine Führung durch die Landesdarre Annaburg, einen besonderen Ort deutscher Forstgeschichte, statt. In der 1897 errichteten Samendarre werden qualitativ hochwertige Samen aus verschiedenen Gehölzen gewonnen, die für die Bewältigung der Waldschäden, resultierend aus den Extremwetterereignissen der letzten Jahre, benötigt werden.

Erfolgreichste Wertholzversteigerung in Sachsen-Anhalt

Gesamterlös von 1.091.000 Euro für Eiche, Erle und andere Werthölzern: Am 22. und 24. Februar führte das Landeszentrum Wald Sachsen-Anhalt seinen 31. Wertholztermin als Submission für den Waldbesitz in Sachsen-Anhalt durch. Beteiligt waren mit unterschiedlichen Angebotsmengen Kommunal- und Privatwaldbesitzer sowie der Landesforstbetrieb. Auf zwei Lagerplätzen wurden den Käufern insgesamt 1.550 Festmeter Wertholz angeboten. Mit Abstand das größte Angebot stellten dabei Eichen und Eschen. Außerdem wurden die Werthölzer der Erle, Roteiche und Ulme versteigert. 29 Firmen gaben ihre Gebote in diesem Jahr ab. Seit Anbeginn der Wertholzversteigerung in Sachsen-Anhalt im Jahr 1992 ist dies die erfolgreichste Versteigerung, da mit höchsten Erlösen im Ergebnis. Auf jeden Stamm, der im Angebot war, wurde geboten. Teuerster Einzel-Stamm ist eine Eiche aus der Altmark mit einem Erlös von 8.400 Euro für 4,47 Festmeter. „Wir haben mit guten Verkäufen gerechnet, aber dieses Ergebnis hat alle Erwartungen übertroffen.“ resümiert Jörg Borchardt als Verantwortlicher des Bereiches Holzvermarktung und Leiter der Submission im Landeszentrum Wald Sachsen-Anhalt. Zu den langjährigen Kunden der Wertholzsubmission in Sachsen-Anhalt zählt das ganze Spektrum der Holzverarbeitung von Tischlereibetrieben über Sägewerke bis hin zu Furnierherstellern. Die hochwertigen Hölzer aus Sachsen-Anhalt finden Käufer nicht nur in Deutschland, sondern auch in Dänemark, Lettland und Polen.

Baum des Jahres: Die Rotbuche

Steckbrief
Höhe: 30-40 m
Alter: bis zu 300 Jahre
Blatt: wellige Blätter, 5-11 cm lang, 3-8 cm breit
Blütezeit: April-Mai
Früchte: Bucheckern, reif im September/Oktober
Rinde: dünn und glatt in hellgrauer Farbe
Holz: gleichmäßig gemasert

Vorkommen
In Deutschland der am häufigsten vorkommende Laubbaum mit etwa 15% der Bewaldung in Laub- und Mischwäldern. Die Rotbuche bevorzugt Standorte mit feucht warmen Klima und relativ milden Wintern.

Wussten Sie schon, dass …
… die Rotbuche ganz und gar grün ist? Rote Blätter haben nur die Blutbuchen.
… die Früchte der Buche Nüsse sind? Besonders Rehen, Damwild und Wildschweinen dienen sie als Nahrung im Winter.
… das Holz den Germanen als Schreibtafeln diente? Später wurde das Pergamentpapier in Buchdeckel aus Buchenholz gelegt.
… die Bucheckern roh verzehrt für den Menschen leicht giftig sind? Kurz erhitzt sind sie genießbar und lecker.

Umstellung der Privat- und Körperschaftswaldbetreuung auf Vollkosten

Bedingt durch Vorgaben aus dem geänderten Bundeswaldgesetz sowie aus dem EU-Beihilferecht kommt es zu Änderungen im Bereich Privat-und Körperschaftswaldbetreuung. 

Die Umsetzung der rechtlich erforderlichen Änderungen erfolgt zum 1. Januar 2021. 

Im Zuge dieser Änderungen wird 2021 eine neue Verordnung des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft und Energie (MULE) des Landes Sachsen-Anhalt über die Betreuung für den Privat-und Körperschaftswald (PKWaldVO) in Kraft treten. Die Betreuungsleistungen werden zukünftig auf Grundlage der Vollkosten abgerechnet. Bei diesen handelt es sich um Kosten je Betreuungsstunde, d. h. es wird auf die tatsächlich bewirtschaftete Waldfläche abgerechnet.

Das Landeszentrum Wald wurde ermächtigt, die Betreuung des Privat-und Körperschaftswaldes nach Vollkosten ab dem 1. Januar 2021 diskriminierungsfrei anzubieten.

Rechtsgrundlagen

  • Kabinettsbeschluss der Landesregierung von Sachsen-Anhalt vom 13. Mai 2020
  • Erlass des MULE zur Umsetzung des Kabinettsbeschlusses der Landesregierung vom 05.05.2020
  • Verordnung über Betreuung für den Privat- und Körperschaftswald (PKWaldVO) vom 01.06.2020

Eine individuelle Beratung und weiterführende Informationen erhalten Sie auf Wunsch bei Ihrem zuständigen Betreuungsforstamt/Betreuungsrevier und vom Waldbesitzerverband Sachsen-Anhalt.

Fördermöglichkeiten (jeweils in der aktuell gültigen Fassung)

  • Richtlinie Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse - FP 7501
    Waldpflegeverträge 
    Mitgliederinformation und -aktivierung
    eigenständige, überbetriebliche Zusammenfassung und Koordinierung des Holzangebots  (Holzmobilisierungsprämie)
    Professionalisierung von Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen Förderung von Gutachten
  • Richtlinie Forst 
    Maßnahmen der naturnahen Waldbewirtschaftung - FP 6402
    Waldbewirtschaftungspläne - FP 7004
    forstwirtschaftlicher Wegebau - FP 6105
  • Richtlinie Waldumwelt- und -klimadienstleistungen und Erhaltung der Wälder FP 6901
  • Richtlinie Waldschutz - FP 7507

Mobile Informationsdienste:

Meine Umwelt - App

Lernen Sie Ihre Umwelt in Sachsen-Anhalt besser kennen, mit der neuen kostenlosen App „Meine Umwelt“. Mehr Informationen zur App finden Sie hier.