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Aktuelles

Zum Tag des Baumes 2020:

Vorstellung Baum des Jahres 2020

Jedes Jahr am 25. April werden Menschen mit Pflanzaktionen an die Bedeutung der Bäume und Wälder erinnert. Seit über 50 Jahren haben viele helfende Hände die SDW und andere Initiatoren dabei begleitet den "Tag des Baumes" zu begehen. Die meisten Betreuungsforstämter des Landeszentrums Wald organisieren teils mit Gemeinden, Kindergärten oder Schulen an diesem Tag Pflanzaktionen. Diese mussten auf Grund der aktuellen Schutzmaßnahmen gegen Covid-19 abgesagt oder verschoben werden. 

Am 25.04.1952 pflanzte Bundespräsident Prof. Dr. Theodor Heuss gemeinsam mit Dr. Robert Lehr, Präsident der SDW von 1947 bis 1956, im Bonner Hofgarten einen Ahorn.

Auch wenn viele Setzlinge in diesem Jahr voraussichtlich bis zu den Herbstpflanzungen warten müssen, soll im kommenden der Baum des Jahres 2020 vorgestellt werden, um in digitaler Form die Bedeutung der Wälder und Bäume zum Tag des Baumes 2020 zu gedenken. Denn mit beiden Aktionen sollen laut der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und der Dr. Silvius Wodarz Stiftung ökologische, forstliche und naturschutzfachliche Zusammenhänge in den Mittelpunkt gestellt werden.

Baum des Jahres ist die Robinie (Robinia pseudoacacia)

Der Baum des Jahres wird seit 30 Jahren von der Baum des Jahres Stiftung Dr. Silvius Wodarz  ausgerufen. Die Stiftung informiert seither die Öffentlichkeit über Belange, aber auch Probleme verschiedener Baumarten. Gemeinsam mit Schirmherrin Bundesministerin Julia Klöckner engagiert sich die Baum des Jahres Stiftung auch in diesem Jahr für Wald und Klima. 

Die Robinie im Überblick

Ursprung und heutige Nutzung der Robinie

Ursprungsland der Robinie ist Nordamerika. Im Osten des Landes, in den südlichen Appalachen oder dem Ozark-Platteu liegt die Wiege dieser Baumart. Um 1630 kamen die ersten Bäume nach Europa. Ihr Name „falsche Akazie“ stammt aus dieser Zeit, da sie bei ihrer Entdeckung zunächst für eine solche gehalten wurde. Der erste Botaniker, der die Pflanze in Europa nachweislich wachsen ließ, war John Tradescant im Jahre 1634. 1670 wurden erste Robinien im Berliner Stadtschloss gepflanzt.

Die wohl älteste Robinie Deutschlands steht vor Schloss Strehla in Sachsen. Sie ist circa 280 bis 300 Jahre alt.

Die Baumart ist sehr lichtbedürftig und benötigt lockere, durchlässige Böden. Auf stickstoffarmen Böden ist die Robinie konkurrenzstark, da sie durch Knöllchenbakterien Luftstickstoff bindet. Sie stellt nur 0,1% der Bäume in unseren heimischen Wäldern dar und hat daher einen untergeordneten Stellenwert in der Waldwirtschaft. Besonders häufig kommt sie in Sachsen-Anhalt und Brandenburg vor. Als Zierbaum prägt sie Alleen, Park- und Gartenanlagen. Auf Grund ihrer Blütenzahl wird sie gern auch auf Bienenweiden kultiviert und wegen ihrer Wurzelbeschaffenheit kommt sie zur Bodensicherung zum Beispiel von Steilhängen zum Einsatz. Auf verbrannten, kargen Boden, wie er nach Waldbränden zum Beispiel in den südlichen Apalachen vorkommt, siedelt sich die Robinie schnell an und wird nach und nach durch andere Baumarten zurückgedrängt. In unseren Regionen gibt es keine Baumart, die diese Dominanz der Robinie bei einer Wiederaufforstung auf der Fläche, einschränken oder brechen kann.

 

Name:Gewöhnliche Robinie (Robinia pseeudoacacia) oder auch Falsche Akazie
Alter:bis 200 Jahre
Stamm:kurz, häufig krummschachtig, Neigung zur Doppelkrone
Rinde:graubraun, tief gefurcht, häufig netzig-langrisiig
Blätter:bis 30 cm lange wechselständie und unpaarig gefiederten Laubblätter mit bis 19 eiförmigen Einzelblättern; Nebenblätter mit bis 3 cm langen, rotbraun gefärbten Schmetterlingsblüten
Früchte:bis 10 cm lange, seitlich stark abgeflachte, rotbraune, kurz gestielte Hülsen mit 4 bis 10 Samen
Blüte:Mai/Juni; 10 bis 25 cm lange, hängende, traubige Blütenstände aus bis zu 25 weißen Schmetterlingsblüten
Holz:heller, schmaler Splint mit gelbgrünen bis olivbraunen Kern; sehr hart, zäh, biegsam, dauerhaft und schwer zu bearbeiten
Quelle: SDW / Baum des Jahres 2020 - Die Robinie

 

Infoplakat zum download: Die Robinie - Baum des Jahres 2020

 

 

 

 

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